Fraunhofer

Arbeitsfeld: Künstliche Beleuchtung

Ausgabe-Nr.: 3/2018

An die Tages- und Nachtzeit angepasster Lichtverlauf: Die Erkenntnis, dass die spektrale Zusammensetzung des Tageslichts die persönliche Leistungskurve beeinflusst, führte zu zahlreichen Innovationen rund um die Beleuchtungstechnik.

Die sich im Tagesverlauf farblich verändernde Zusammensetzung von Licht hat Einfluss auf den Tagesrhythmus des Menschen. Moderne Beleuchtungstechnik macht sich das zu Nutze, indem sie das Farbspektrum elektrischer Leuchten der Tageszeit entsprechend anpasst. Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik präsentiert in einer Veranstaltungsreihe am 8. März 2018 Berichte aus der Praxis, aktuelle Forschungsergebnisse sowie einen Blick in die Zukunft.

 

„Der Tageszeit angepasstes künstliches Licht folgt dem Vorbild der Natur“, sagt Martin Distelhoff aus der Abteilung Informationstechnik bei dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) in Oberhausen. Die Erkenntnis, dass die spektrale Zusammensetzung des uns umgebenden Tageslichts auch das Empfinden, die persönliche Leistungskurve sowie Wachheit und Müdigkeit beeinflusst, führte zu zahlreichen Innovationen rund um die Beleuchtungstechnik.

Aktuelle Entwicklungen etwa ermöglichen die automatische, tageszeitspezifische Anpassung des Farbspektrums von elektrischen Leuchten. Dadurch ergeben sich positive Effekte auf Menschen, die einen Großteil des Tages unter künstlicher Beleuchtung verbringen.

Am 8. März 2018 informiert die Veranstaltung ‚Umsicht: Zur Sache!‘ bei Fraunhofer in Oberhausen über die Hintergründe und Chancen dieses noch jungen Arbeitsfelds künstlicher Beleuchtung. Unter dem Titel „Beste Tagesform mit dem richtigen Licht“ informieren Experten über den technischen und medizinischen Stand der Dinge und erläutern, was bei der Planung und Installation zu berücksichtigen ist.

Unter anderem werden Ergebnisse, die im Rahmen einer Untersuchung in einer Wohnstätte für Menschen mit demenziellen Erkrankungen sowie im Bereich der Schichtarbeit in der Automobilproduktion erreicht wurden, vorgestellt. Dazu besteht die Möglichkeit, Informationen auszutauschen und mit den Akteuren zu diskutieren. Durch die Veranstaltung führt Prof. Dietrich Grönemeyer vom Grönemeyer Institut für MikroTherapie in Bochum.

Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Personen aus den Bereichen Geschäftsführung, Betriebsleitung, technische Planung und Beratung, Medien, an Entscheider in der öffentlichen Verwaltung, an Mitarbeitende aus Forschung und Entwicklung sowie an fachlich interessierte Privatpersonen.

 

 

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