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Feedback zur Rubrik ‚Meinung‘

Ausgabe-Nr.: 32/2020

Büromöbel-Händler Dirk Boll: „Leider dürfte mit Beginn 2021 ein ruinöser Wettbewerb in den Segmenten Sitzen und Steh/Sitz-Arbeitsplätze einsetzen.“

Zu unserem Bericht über die „Home-Office-Konjunktur im Büromöbel-Markt“ in der INFO-MARKT-Ausgabe Nr. 31/2020 schreibt uns Dirk Boll, geschäftsführender Gesellschafter der boll. Objekt in Krefeld:

„Im Hinblick auf Home-Office-Arbeitsplätze hält derzeit zwar jeder Hersteller ein Angebot für den stationären Handel bereit, aber nur wenige finden eine Beachtung beim Endkunden. Es geht nicht nur um das Design und den Preis, sondern auch um Verfügbarkeit, Nachhaltigkeit und Montage-Freundlichkeit. An diesen Kriterien lassen sich leider nur die wenigsten Angebote messen.

Die Zukunft der Home-Office-Arbeitsplätze hängt ganz entscheidend von der Gesetzes-Lage ab. Spätestens wenn die strategischen Großkunden verpflichtet werden, ihren Mitarbeitern ein Home-Office zur Verfügung zu stellen, das annähernd den Arbeitsplatz-Richtlinien entspricht, wird das Angebot größer und qualifizierter.

Dabei geht es auch um die Größe des Markt-Segmentes. Die gesamte Nachfrage wird meiner Meinung nach tendenziell geringer. Die Kunden benötigen weniger Fläche, da Mitarbeiter auch in Zukunft weiter im Home-Office arbeiten werden. Das Büro bleibt dennoch die wichtigste Umgebung für administratives Arbeiten. Wir alle hoffen darauf, dass die verbleibenden Flächen kreativer genutzt werden.

Die Möglichkeit der Kommunikation und das agile Arbeiten werden diese Flächen dominieren. Dafür braucht es neue Ideen und Kunden, die diese Konzepte auch umsetzen. Das wird dem Thema ‚Büro-Landschaften‘ einen zusätzlichen Impuls verschaffen. Insofern erwarte ich in dem Bereich eine erhöhte Nachfrage. Aber leider dürfte mit Beginn des nächsten Jahres ein ruinöser Wettbewerb in den Segmenten Sitzen und Steh/Sitz-Arbeitsplätze einsetzen.“

 

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