Corona-Krise/Home-Office

Optimierung des Arbeitsumfeldes

Ausgabe-Nr.: 12/2020

Grundlegende Ausstattung im Home-Office: Zu den Empfehlungen gehört der dauerhafte Aufbau des Arbeitsplatzes, sodass ein verlässliches Arbeitsumfeld geschaffen wird.

Als Folge der Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus verbringen derzeit viele Menschen in Deutschland einen Großteil ihrer Arbeitszeit im Home-Office. Vor allem für Mitarbeiter, die bisher gar nicht von zu Hause gearbeitet haben, wird ein schnell aufgebautes, wenig ergonomisches Provisorium zur Dauerlösung. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. (Iba) Maßnahmen, die sich in fast allen Haushalten realisieren lassen und ein gesünderes Arbeiten ermöglichen sollen.

Vor allem die Mitarbeiter, die bisher nur sehr selten oder gar nicht von zu Hause gearbeitet haben, besitzen dort oftmals keinen echten Arbeitsplatz und für die Einrichtung einer passenden Lösung gab es nicht viel Vorbereitungszeit. Dennoch ist es wichtig, dass sie auch dort möglichst produktiv und ohne körperliche Beschwerden durch die Zeit der Corona-Krise kommen.

Nach Angaben des Verbandes sollte die Arbeitsfläche idealerweise mindestens 120 Zentimeter breit und 80 Zentimeter tief sein, um genügend Ablagefläche zu haben und einen ausreichenden Sehabstand zum Computerbildschirm von mindestens 50 Zentimeter zu gewährleisten. Gerade längeres Arbeiten am Notebook führt schnell zu Problemen an Rücken oder Nackenmuskulatur. Daher sollten auch bei der Arbeit am Laptop ein separater Monitor, Tastatur und Maus genutzt werden. Ohne Monitor sollte der Laptop zumindest erhöht aufgestellt werden.

Zu den Empfehlungen gehört auch der dauerhafte Aufbau des Arbeitsplatzes, sodass ein verlässliches Arbeitsumfeld geschaffen wird. Dadurch können Kabel sicher fixiert werden, da sie sonst den Nutzer und andere Mitglieder des Haushalts stören oder zu Stolperfallen werden können. Des Weiteren ist es notwendig, störende Lichtreflexionen auf dem Monitor und Blendung durch Tageslichteinfall zu vermeiden. Für die künstliche Beleuchtung sind indirekte Lichtquellen eine gute Wahl, sofern sie keine Schatten oder Reflexionen auf dem Bildschirm verursachen.

Besonders wichtig ist zudem das richtige Sitzen. Hierbei sollte möglichst ein Büro-Arbeitsstuhl oder mindestens ein Drehstuhl mit verstellbarer Sitzhöhe verfügbar sein. Beim Sitzen sollen Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden und der untere Rückenbereich beim aufrechten Sitzen durch die Lehne gestützt werden. Der Iba empfiehlt außerdem, den Arbeitgeber auf die Möglichkeit der Bereitstellung eines ergonomischen Bürostuhls während der erzwungenen Home-­Office-Phase anzusprechen.

Mit einem gut ausgestatteten Home-Office lässt sich nicht nur die fokussierte Einzelarbeit optimieren, auch die Zusammenarbeit mit Kollegen und Teammitgliedern kann mit den richtigen digitalen Tools weiterhin effizient gestaltet werden. Das ist wichtig, denn die Einzelarbeit nimmt im normalen Büroalltag nur noch rund 47 Prozent der Zeit in Anspruch. Mehr als ein Drittel der Arbeitszeit entfällt hingegen auf Teamarbeit. Hinzu kommen Abstimmungen und das ebenfalls wichtige Netzwerken.

Nicht zu vermeiden ist, dass die Arbeit in Teams und die Kommunikation mit den Kollegen im Home-Office abstrakter wird, da sie nur auf virtuellem Wege und häufig zeitverzögert stattfindet. Umso wichtiger werden digitale Kollaborations-Tools mit Chat- und Videofunktionen und gemeinsamem Dateizugriff in der Cloud. Sie ersetzen zwar nicht den direkten Kontakt mit den Kollegen, aber erleichtern die Kommunikation und den Austausch gerade in der Teamarbeit.

 

Weitere Artikel dieser Ausgabe