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GFC-Group/Groupe Factoria

Kurs auf Europa

Frank Eismann, Geschäftsführer und Gründer der GFC-Gruppe
Frank Eismann, Geschäftsführer und Gründer der GFC-Gruppe:

„Der strategische Ansatz der französischen Unternehmensgruppe ist hier, mit und durch die GFC-Gruppe weitere gemeinsame Akquisitionen in der IT-Systemhauslandschaft in Deutschland durchzuführen.“ (Foto: GFC)

Lange wurde hinter verschlossenen Türen verhandelt, nun ist es offiziell: Die GFC-Gruppe geht neue, europäische Wege. Durch den Zusammenschluss mit der französischen Groupe Factoria, einem Portfoliounternehmen der französischen Groupe Dellen, entsteht ein neuer Power-Player auf dem deutschen Markt. Ein Deal, der nicht nur durch seine Diskretion besticht, sondern auch ein Signal an die Branche sendet, das den Markt für Managed IT Services verändern wird.
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„Wir sind nun Teil der französischen Unternehmensgruppe Groupe Factoria (DokuNext). Der strategische Ansatz der französischen Unternehmensgruppe ist hier, mit und durch die GFC-Gruppe weitere gemeinsame Akquisitionen in der IT-Systemhauslandschaft in Deutschland durchzuführen und somit den deutschen Markt zu erschließen“, freut sich Frank Eismann, Geschäftsführer und Gründer der GFC-Gruppe.

Der Zusammenschluss ist für beide Unternehmensgruppen ein strategischer Meilenstein. Die Suche der französischen Groupe Factoria nach einem deutschen Partner war kein Zufall. Gesucht wurde ein Nucleus – eine Keimzelle mit tiefgreifender Expertise in Cloud-Services und IT Managed Services.

Die Wahl fiel auf die GFC-Gruppe, weil sie die Hausaufgaben der digitalen Transformation bereits erledigt hat. Sie liefert die Blaupause hierzulande für das, was Factoria in Frankreich bereits perfektioniert hat: ein integriertes Angebot aus IT, Cloud-Services und Digitalisierung.

Die GFC-Gruppe mit ihren Tochtergesellschaften Ditcon und Nexcom bietet von den Standorten Köln, Bonn und Herne aus ganzheitliche IT- und MPS-Dienstleistungen an, die von der strategischen Planung über die Migration bis zum stabilen Betrieb reichen. Während Ditcon den Schwerpunkt konsequent auf Managed Services, Cloud-Lösungen sowie proaktive Security- und Monitoring-Konzepte legt, erweitert Nexcom das Portfolio um spezialisierte Expertise in Microsoft 365, die Power Platform und praxisnahe Automatisierungslösungen. Ergänzt wird dieses Spektrum durch Managed Print Services, die Infrastruktur und Prozesse so verzahnen, dass reibungslose Arbeitsplatzabläufe sichergestellt sind.

Die Groupe Factoria (DocuNext) ist eine etablierte Plattform für digitale Transformation, die mit über 1.000 Mitarbeitenden in mehr als 60 Unternehmen einen Jahresumsatz von rund 255 Millionen Euro erwirtschaftet. Seit über 20 Jahren unterstützt die Gruppe Unternehmen und Behörden in den Bereichen IT, Telekommunikation, Digitalisierung und Managed Print Services. Durch die Expansion nach Deutschland stärkt die Gruppe die Präsenz der Groupe Dellen in der DACH-Region und bündelt Kompetenzen sowie Premium-Ressourcen in den Feldern Cloud und Managed IT.

Für Kunden entsteht aus dem Zusammenschluss ein noch breiteres Fundament und ein umfangreicheres Angebot für langfristige Weiterentwicklung, zusätzliche Spezialisierung und weitere Investitionen in Technologie und Servicequalität.

Entgegen typischer Übernahmeszenarien bleiben die Gründer und Geschäftsführer Christoph Hinseln, Frank Eismann und André Döhring nicht nur operativ an Bord, sondern halten weiterhin Anteile. Das Ziel ist ambitioniert: Innerhalb von drei Jahren soll die Gruppe zu einem führenden Anbieter für Managed IT in der gesamten DACH-Region aufsteigen. „Wir gewinnen einen Partner, der unsere Werte teilt und uns die Basis bietet, unsere Cloud-Kompetenz massiv zu skalieren“, betont Christoph Hinseln, Geschäftsführer und Mitgründer der GFC-Gruppe. Ein weiterer Fokus liegt auf der Bündelung von Premium-Ressourcen, um durch die europäische Plattform Standards in Security- und Monitoring-Konzepten zu schaffen, die kleine, lokale Anbieter kaum noch allein finanzieren können.

„Wir sind sehr stolz und begeistert, die GFC-Gruppe zu Beginn des Jahres 2026 zur Groupe Factoria zählen zu dürfen. Es handelt sich um eine sehr hochwertige Gruppe, die bereits einen Umsatz von über 16,5 Millionen Euro erzielt, über anerkanntes Fachwissen in unseren Kerngeschäftsbereichen verfügt und von Partnern geleitet wird, deren Vision und Werte unseren eigenen ähneln. Die GFC-Gruppe verfügt unserer Meinung nach über alle Voraussetzungen, um die Entwicklung unserer Ambitionen in der DACH-Region nachhaltig und solide voranzutreiben“, ordnet Stéphane Puthon, Directeur Général, Groupe Factoria, den Deal ein.

Dass dieser Zusammenschluss erst nach dem Closing bekannt wurde, ist in einer ansonsten immer gut informierten Branche eine stramme Leistung. Das Signing erfolgte bereits Mitte Dezember in München unter strengster Vertraulichkeit. Für die Groupe Factoria ist GFC der Brückenkopf, um ihr französisches Erfolgsmodell – eine Kombination aus IT, Telekommunikation und Digitalisierung – nun eins zu eins auf Deutschland zu übertragen.

Mit dem Kapital der Groupe Dellen im Rücken und der operativen Expertise der GFC-Führung entsteht hier ein Akteur, der den Konsolidierungsdruck im deutschen Systemhausmarkt massiv erhöhen sollte. Wer bisher glaubte, Managed Services seien nur ein Trend, sollte spätestens jetzt seine Strategie überdenken. In Bonn, Köln und Herne werden jedenfalls jetzt die Segel Richtung Europa gesetzt.

23.02.2026

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