Unser Blog

Exklusive Interviews, wertvolle Impulse und spannende Einblicke –

direkt von führenden Köpfen und Vordenkern ihrer Branche

Behördengeschäft/Druckermarkt: TA Triumph-Adler

Bedeutender Player im Markt

Christopher Rheidt
Christopher Rheidt, Geschäftsführer von TA Triumph-Adler & Executive Vice President der Kyocera Document Solutions Europe Management B.V.

Wir befragten die MFP- und Drucker-Hersteller zur Bedeutung des Behörden-Geschäfts in ihrer strategischen Unternehmens-Ausrichtung. So gaben uns mehrere Marktakteure Einblicke in ihre Angebots-Strategie und Service-Konzepte. Insgesamt konstatieren die Anbieter, dass ein ganzheitlicher Ansatz zur Erfüllung unterschiedlicher Kriterien wichtig für den Zuschlag bei einer Ausschreibung ist. Nachfolgend finden Sie das Interview mit Christopher Rheidt, Geschäftsführer von TA Triumph-Adler und Executive Vice President der Kyocera Document Solutions Europe Management B.V., über die Rolle des Behördengeschäfts bei TA und der Fachhandelsmarke UTAX.
Anzeige

INFO-MARKT: Welche Bedeutung hat das Geschäft mit Behörden bzw. öffentlichen Auftraggebern in Bezug auf Ihre strategische Unternehmensausrichtung?
Rheidt: Das Behördengeschäft ist ein wichtiger Bestandteil der strategischen Planung und Ausrichtung der TA-Gruppe. Je nach Markt in Europa und je nach Definition macht der öffentliche Sektor bis zu 52 Prozent des Geschäfts des Gesamtmarktes aus. In Deutschland sehen wir diesen Anteil bei über 30 Prozent. Vor diesem Hintergrund ist auch für uns der Public Sector selbstverständlich ein sehr wichtiger vertikaler Markt. Bei TA im Direktvertrieb und beim indirekten Vertrieb über die Fachhandelsmarke UTAX gibt es seit einigen Jahren dedizierte Teams, die sich ausschließlich um das Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern kümmern. Auch im Production Printing sehen wir Wachstumspotenzial beim Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern.

INFO-MARKT: Wie schätzen Sie Ihre aktuelle Marktstellung im Behörden-Geschäft ein?
Rheidt: TA Triumph-Adler ist mittlerweile ein bedeutender Player in diesem Markt. In unserer Branche gehören wir zu den größten Direktvertriebsorganisationen in Deutschland und haben einen sehr starken Fokus auf öffentliche Auftraggeber. Über Jahre hinweg haben wir in diesen Bereich investiert und wertvolles Know-how für dieses Geschäft auf- und ausgebaut. Heute profitieren wir von dieser Expertise. So sind wir im vergangenen Geschäftsjahr mit TA im öffentlichen Sektor im Vergleich zum Vorjahr zweistellig gewachsen und haben unsere gesteckten Ziele übertroffen. Auch mit UTAX haben wir mit unseren Partnern im selben Zeitraum deutschlandweit diverse größere Ausschreibungen im öffentlichen Bereich gewonnen und verzeichnen hier ebenfalls ein sehr gutes Wachstum.

INFO-MARKT: Wie unterstützen Sie Ihre Fachhändler dabei, Ausschreibungen für sich zu entscheiden?
Rheidt: Auch für das Fachhandelsgeschäft gibt es bei uns über alle Bereiche hinweg Experten, die unsere Partner bei öffentlichen Ausschreibungen unterstützen – nicht nur im Sales, sondern auch im Pre-Sales oder im Backoffice. Das sind Spezialisten, die sich mit den Verwaltungsstrukturen, den zu erfüllenden Anforderungen oder auch dem Vergaberecht auskennen und auch bei Detailfragen oder individuellen Anforderungen kompetent weiterhelfen. Nicht zuletzt können auch unsere Partner auf unser großes Servicenetzwerk zurückgreifen, etwa zur Unterstützung bei überregionalen Rollouts.

INFO-MARKT: Welche Kriterien spielen neben dem Preis zurzeit eine wichtige Rolle für den Zuschlag bei einer Ausschreibung? Wie gestalten Sie Ihre Angebote dahingehend?
Rheidt: Wir sehen fünf Themenfelder, auf die neben dem Preis sehr geachtet wird und die daneben auch eine gute Differenzierung ermöglichen. Diese sind Service, das Thema Nachhaltigkeit, IT-Sicherheit und DSGVO-Konformität und nicht zuletzt sehr individualisierte Vertrags- und Abrechnungsformen sowie flexible Finanzierungsformen.
Kunden verlangen selbstverständlich eine hohe Verfügbarkeit ihrer Systeme, die wir mit der Qualität unseres Portfolios, unserem bundesweiten Servicenetzwerk sowie unseren Remote Services, mit denen technische Probleme aus der Ferne gelöst werden können, gewährleisten können. Die Fernwartung verringert übrigens auch Umweltbelastungen, da weniger Anfahrten notwendig sind. Zusätzliche Dienstleistungen und Beratungen zu neusten Entwicklungen können wir bei Bedarf über individuelle Konzepte, wie zum Beispiel Inhouse Servicetechniker, anbieten.
Beim Thema Nachhaltigkeit geht es zunächst natürlich wiederum um die Systeme. Also zum Beispiel um TEC-Werte oder um Langlebigkeit und die Wiederverwendbarkeit der Komponenten. Darüber hinaus spielen aber noch viele weitere Themen eine Rolle in nachhaltigen Konzepten, etwa das Thema Verpackungen: Füllmaterial vermeiden, Recycling forcieren und Material mehrfach verwenden, um auch hier verantwortungsvoll mit den Ressourcen umzugehen. Auch Zertifizierungen und Umweltzeichen, wie der Blaue Engel, sind für den Erfolg im Behördengeschäft sehr relevant. Besonders wichtig ist hier: Wir können die Einhaltung von relevanten Zertifizierungen nur gewährleisten, wenn durchgängig Originalkomponenten eingesetzt werden. Nicht zuletzt sind auch Softwarelösungen Teil nachhaltiger Konzepte.
Für alle Unternehmen, und ganz besonders für Unternehmen aus dem Bereich der kritischen Infrastruktur, steht das Thema IT-Sicherheit immer stärker im Fokus. Unsere Systeme verfügen über einen sehr hohen Umfang an innovativen IT-Sicherheitsfunktionen. Mit individualisierten Vertrags- und Abrechnungsformen sowie flexiblen Finanzierungsformen, kommen wir dem Bedarf der prozessualen Entlastung der Kommunen nach. Dafür haben wir sogar unsere ERP-Software angepasst.
Insgesamt sehen wir einen Trend zur Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen. Unseren Kunden bieten wir heute alles aus einer Hand – von der Hardware inklusive Verbrauchsmaterialien über die Software bis hin zum hochwertigen Service.

INFO-MARKT: Das Thema der Nachhaltigkeit besitzt in Ausschreibungen eine immer größere Relevanz. Welche Angebote sind hier bei öffentlichen Auftraggebern gefragt?
Rheidt: Zum einen geht es um die Hardware, Verpackungen oder relevante Zertifizierungen. Darüber hinaus sind auch Softwarelösungen gefragt – Follow2Print-Lösungen können zum Beispiel dabei helfen, Papier und Toner zu sparen. Wir sind permanent mit unseren Kunden im Dialog, um über veränderte oder neue Anforderungen informiert zu sein und daraus Ableitungen für Innovationen ziehen zu können. Hier sind wir auch bereit zu investieren. Bestes Beispiel dafür ist der „Energiemanager“ in unserer Fleetmanagement- und Monitoring-Lösung TA Cockpit® Green, die genau vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit auf Anregung eines Kunden aus dem öffentlichen Bereich entstanden ist und mittlerweile auch in Industrieausschreibungen Standards setzt. Mit dem Energiemanager können Kunden den Energie- und CO2-Verbrauch ihrer Systeme analysieren und optimieren. Was den Service angeht, sind Themen wie die Routenoptimierung für einen ressourcenschonenden Einsatz mittlerweile Standard. Darüber hinaus bieten wir natürlich auch Remote Services an und entwickeln diese stetig weiter.

INFO-MARKT: Durch welche speziellen Angebote hebt sich Ihr Unternehmen im Behörden-Geschäft von den Mitbewerbern ab?
Rheidt: Der Direktvertrieb von TA überzeugt durch ein flächendeckendes Servicenetz, das in unserer Branche zu den größten in Deutschland gehört. Das ist etwas, das heute kaum noch jemand in diesem Umfang anbieten kann. Die hohe Servicekompetenz und -qualität der TA-Gruppe ist ein starkes Argument für unseren Vertrieb und wird auch von unseren Partnern gerne in Anspruch genommen. Als Gruppe ist das für uns ein starkes Asset.

07.07.2025

BLOG

Unsere Blogbeiträge

Neues ERP-Schwergewicht

Infominds setzt einen strategischen Meilenstein und schärft seine Position im deutschen Markt. Durch den Zusammenschluss mit der JUST.IN Software GmbH & Co. KG entsteht ein ERP-Anbieter, der künftig zu den prägenden Kräften der Printing- und IT-Branche gehören dürfte. Der Schritt schafft die Grundlage für eine gemeinsame Plattformarchitektur, die unmissverständlich auf

>> Weiter lesen
Michael Raberger, CEO der Ricoh Deutschland GmbH

Wider das Krisennarrativ

Trotz Investitionsflaute, Bürokratie-Bremse und gedrückter Stimmung ist der deutsche Markt für Ricoh Deutschland kein schwieriges Fahrwasser – im Gegenteil. Anstatt wie andere über eine vermeintliche Standortschwäche zu klagen, setzt Ricoh auf Zuversicht als Betriebssystem und einen klaren Portfolio-Fokus: Farbsysteme, Standardisierung im AV-Geschäft und Digitalisierungslösungen. Die normative Kraft des Faktischen gibt

>> Weiter lesen
Alfried Große_ INFO-MARKT GmbH

Seismisches Beben

Unsere Meinung zu …

„Es kam zu einem lawinenartigen Abrutsch bei Neuaufträgen“ – eine Formulierung, die in ihrer Wucht alles sagt über die Verfassung eines Marktes, der längst ins Rutschen geraten ist. Nun also König + Neurath, einer der letzten großen Vollsortimenter mit echter Fertigungstiefe ‚Made in

>> Weiter lesen
Dr. Markus Naegeli, Geschäftsführer von Canon Deutschland

„Transformation gelingt nur gemeinsam“

Wir sprachen mit Dr. Markus Naegeli, der kürzlich zum Geschäftsführer von Canon Deutschland ernannt wurde, über die Zielsetzungen, Wachstumschancen und Herausforderungen des Unternehmens im hiesigen Markt. Außerdem baten wir den langjährigen Canon-Manager um eine Einschätzung der Entwicklungsperspektiven für die indirekte Vertriebsorganisation. Der neue Deutschland-Chef ist seit mehr als 20 Jahren

>> Weiter lesen
Michael Bochmann

Fester Baustein in der Produktstrategie

Wir sprachen mit Michael Bochmann, Chief Product & Technology Officer bei der DocuWare GmbH in Germering, über den neuen ‚DocuWare AI Hub‘ sowie die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz in der Produktstrategie. Nach der Übernahme des KI-Softwareunternehmens ‚natif.ai‘ Anfang 2024 will der Software-Hersteller nun mit der Gründung des AI Hubs den

>> Weiter lesen
.mdd Produktionsanlagen

Fluch oder Segen?

Das Szenario hat Sprengkraft: Der polnische Büromöbel-Produzent .mdd hat den in Schieflage geratenen deutschen Anbieter Ceka übernommen. Mit der Übernahme steht weit mehr auf dem Spiel als nur ein Eigentümerwechsel. Langfristig könnten am Ceka-Standort im hessischen Alsfeld die Lichter ausgehen. Denn auf der einen Seite steht .mdd, ein wachstumsstarker Player

>> Weiter lesen
Thomas Konstantin, Sedus

„Maßgeschneidertes Markenstatement“

Der süddeutsche Büromöbel-Hersteller führte in diesem Jahr eine ganze Reihe von neuen Produkten rund um das Thema ‚Work Café‘ ein. Wir befragten den Sedus-Industriedesigner Konstantin Thomas, welche Aspekte bei der Gestaltung der Produktneuheiten für das Work Café im Vordergrund standen, und wie das Work-Café-Konzept zur Optimierung von Büroflächen beiträgt. Außerdem

>> Weiter lesen
Alfried Große_ INFO-MARKT GmbH

Raus aus der Komfortzone

Unsere Meinung zu …

Die MFP-Branche steht an einem Scheideweg: Immer weniger Druck, immer mehr Digitalisierung. Während moderne Systeme längst neue Potenziale bieten – etwa automatisierte Workflows, Cloud-Services oder Security-Anwendungen – verharrt ein Großteil des Fachhandels im gewohnten Klickpreis-Modell. Verkauft wird, was vertraut ist. Doch das wird

>> Weiter lesen
Christopher Rheidt

Bedeutender Player im Markt

Wir befragten die MFP- und Drucker-Hersteller zur Bedeutung des Behörden-Geschäfts in ihrer strategischen Unternehmens-Ausrichtung. So gaben uns mehrere Marktakteure Einblicke in ihre Angebots-Strategie und Service-Konzepte. Insgesamt konstatieren die Anbieter, dass ein ganzheitlicher Ansatz zur Erfüllung unterschiedlicher Kriterien wichtig für den Zuschlag bei einer Ausschreibung ist. Nachfolgend finden Sie das Interview

>> Weiter lesen
Markus Steinkamp

„Konsequente Markenidentität“

Zu Beginn dieses Jahres übernahm die Heinrich Wietholt GmbH mit Sitz in Velen die Steffers GmbH & Co. KG aus Ochtrup. Mit dieser strategischen Entscheidung stärkte Wietholt seine Marktpräsenz im Münsterland und erweiterte gleichzeitig sein Dienstleistungs- und Produkt-Portfolio. Diesen Vorgang nahmen wir zum Anlass, um den Fachhändler hinsichtlich seiner strategischen

>> Weiter lesen

Kontakt