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Sharp Business Systems

Die Antwort auf zunehmende Komplexität

Kai Scott, Geschäftsführer der Sharp Business Systems Deutschland GmbH
Sharp-Geschäftsführer Kai Scott:

„Unsere größte Aufgabe besteht aktuell darin, sowohl intern als auch unseren Händlern die neue Positionierung zu vermitteln. Die ersten Reaktionen waren durchweg positiv.“ (Foto: Sharp)

Wenn sich auf einer internationalen Veranstaltung die Gespräche mehr um Software, Services und neue Denkmodelle als um Hardware drehen, ist das mehr als eine Momentaufnahme – es ist ein Indikator für einen tiefgreifenden Strukturwandel. Auf der Sharp Inspire Expo in Lissabon wurde deutlich, wie sehr sich der Fokus der Branche zu integrierten digitalen Wertschöpfungen verschiebt. Im Gespräch mit Kai Scott, Geschäftsführer der Sharp Business Systems Deutschland GmbH, und Torsten Bechler, Manager Product Marketing DACH der Sharp Business Systems Deutschland GmbH, spricht INFO-MARKT Herausgeber Dr. Alfried Große darüber, wann die Fahnenstange der technologischen Entwicklung im Gerätebereich erreicht ist, warum Konzepte wie „One Sharp“ weniger Marketingformel als eine strategische Antwort auf die steigende Komplexität informationsverarbeitender Prozesse sind und über die neue Rolle des Fachhandels in diesem Szenario.
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Alfried Große: Nachdem die Inspire Expo 2026 vorüber ist: Wie war die bisherige Resonanz der Besucher und gab es bereits konkrete Rückmeldungen zu Ihren Präsentationen?

Kai Scott: Feedback bekommt man immer. Unsere größte Aufgabe besteht aktuell darin, sowohl intern als auch unseren Händlern die neue Positionierung zu vermitteln. Die ersten Reaktionen waren durchweg positiv. Dabei kam häufig die Frage auf, was diese Veränderung konkret für den Einzelnen bedeutet und wie die Unternehmen davon profitieren können. Ich bin überzeugt: Wir haben es geschafft, einen Denkprozess anzustoßen.

Unsere Intention war es, mit einem Paukenschlag für Überraschung zu sorgen. Niemand hatte damit gerechnet, dass wir uns so konsequent in Richtung dieser ‚neuen Welt‘ bewegen würden. Diese Überraschung ist jedoch sehr positiv aufgenommen worden. Aktuell befinden wir uns in der Verarbeitungsphase: Es geht darum, wer mit wem spricht, was die Veränderung für den Einzelnen bedeutet und wie wir die Umsetzung gemeinsam gestalten. Das sind die Themen, die uns jetzt beschäftigen.

Torsten Bechler: Der Titel ‚Inspire‘ ist Programm: Ich glaube, es ist uns wirklich gelungen, die Menschen zu inspirieren – das hat uns auch das Feedback bestätigt. Natürlich gab es vereinzelt Rückmeldungen dazu, was noch gefehlt hat oder ob alles perfekt gelungen ist. Aber es war ohnehin nicht unser Anspruch, es jedem recht zu machen oder alles nebeneinander abzubilden; unsere Idee war eine ganz andere.

Es ging uns nicht um reine Lobhudelei, sondern um echte Inspiration. Dass uns das gelungen ist, zeigen die Gespräche am Stand: Es wurden viele konkrete W-Fragen gestellt – nach dem Wie, dem Wann und dem Was. Diese Dynamik war genau das, was wir erreichen wollten. Dass die Leute nun tiefer einsteigen wollen, zeigt mir, dass wir mit diesem Ansatz sehr erfolgreich sind.

Kai Scott: Auffällig war, dass in der Ausstellung selbst eine immense Anzahl an MFPs und Druckern aufgebaut war. Wenn man bedenkt, welcher logistische Aufwand hinter dem Transport dieser Geräte steckt, war es umso bemerkenswerter, dass sie in den Gesprächen und in der Wahrnehmung eigentlich kaum eine Rolle spielten.

Die Nachfolgemodelle sind bereits im Markt eingeführt und die Vorgänger waren solide, da gibt es keine bahnbrechenden Neuerungen mehr. Obwohl der Flächenanteil dieser ‚papierbedruckenden Maschinen‘ in der Ausstellung enorm groß war, fiel die Diskussion darüber im Verhältnis dazu sehr gering aus. Die Hardware diente im Grunde nur noch als eine Art ‚Wohlfühlfaktor‘ und bot den gewohnten Rahmen. Es ist beruhigend zu sehen, dass es diesen Bereich noch gibt – er bietet eine gewisse Stabilität, an der man sich festhalten kann.

Alfried Große: Trotz real sinkender Druckvolumina hält der Fachhandel die Fahne der MFPs immer noch hoch.

Kai Scott: Dennoch ist der Kontrast enorm, wenn man die aktuelle Situation mit der Messe vor fünf Jahren vergleicht. Noch vor einigen Jahren war die Verweildauer an den MFPs deutlich höher. Damals haben wir noch Kassetten geöffnet und technische Details an den MFPs begutachtet – Dinge, die heute so nicht mehr stattfinden. Man setzt mittlerweile einfach voraus, dass die Technologie reibungslos funktioniert. Die Hardware ist zu einer verlässlichen und kalkulierbaren Größe geworden. Hier hat definitiv ein spürbarer Wandel stattgefunden: Weg von der technischen Detaildiskussion hin zur reinen Funktionalität. Für uns war der Ansatz dieses Mal definitiv ein anderer.

Alfried Große: Es ist abzusehen, dass die rein technische Entwicklung irgendwann an ihre Grenzen stößt. Sicherlich kommt nun KI hinzu und mechanische Teile lassen sich hier und da noch optimieren, aber in Sachen Geschwindigkeit und Basis-Technik ist die Hardware weitgehend ausgereift. Das Entscheidende ist doch jetzt, dass Sie als Hersteller den Sprung weg vom reinen Maschinenbau hin zu neuen, digitalen Wertschöpfungen hinbekommen.

Torsten Bechler: Das deckt sich exakt mit meiner Wahrnehmung. Mechanisch gibt es kaum noch Entwicklungspotenzial. Die MFPs und Drucker, die dort stehen, wurden erst vor wenigen Monaten gelauncht, sehen aber optisch exakt so aus wie ihre Vorgänger. Man erkennt äußerlich keinen Unterschied. Die Reaktionen sind oft ähnlich: gleiche Farbe, gleiche Kassetten – da scheint sich nichts mehr zu tun. Doch der entscheidende Punkt bei diesem Launch sind die inneren Werte, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Es geht um die Controller-Technologie, die Apps, die Software-Lösungen und vor allem um das Thema Security. Das sind die zentralen Themen, die sich jedoch optisch oder haptisch kaum vermitteln lassen.

Mechanisch ist die Entwicklung wohl weitgehend ausgereizt. Auch Nachhaltigkeit lässt sich am Gerät selbst schwer visualisieren. Bei der Verpackung ist es klar: Wir haben bei dieser Generation alles auf Papier und Kartonagen umgestellt. Auch das Gehäuse besteht aus recyceltem Kunststoff. Aber man kann es nicht erfühlen – das Grau der MFPs und Drucker ist identisch geblieben. Das ist eine spannende Herausforderung in der Kommunikation.

Besonders der Fachhandel ist historisch stark durch die Hardware geprägt; wir sind alle mit Maschinen groß geworden. Doch wie so oft lohnt sich der zweite Blick: Erst wenn man sich mit den inneren Werten beschäftigt, erkennt man, wie revolutionär die Technik heute wirklich ist. Wenn wir jedoch einen Schritt zurückgehen, sehen wir, dass Unternehmen heute unter einem enormen Dauerstress stehen.

Alfried Große: Neue Technologien, komplexe Regularien und moderne Arbeitsmodelle fordern die Betriebe heraus. Wo im Kundenkontakt erleben Sie dabei den größten Bruch zwischen Anspruch und Realität?

Kai Scott: Die größten Hürden sind hierbei der enorme Zeitfaktor und eine zunehmende Orientierungslosigkeit, die viele Investitionsentscheidungen erschweren. Genau hier setzen wir mit unserer Strategie ‚One Sharp‘ an. Eine zentrale Stimme für den Kunden nimmt den Stress aus dem Prozess. Der Kunde muss sich die Informationen nicht mehr wie bei einem Puzzlespiel mühsam zusammensuchen, ohne am Ende zu wissen, wo er anfangen oder aufhören soll. Diese ganzheitliche Beratung ist für mich der entscheidende Schritt in die Zukunft. Weg vom bisherigen ‚Stückwerk‘, hin zu einer vernünftigen Gesamtlösung.

Alfried Große: Ist ‚One Sharp‘ dabei bloßer Marktzwang oder eine ganz bewusste Neuausrichtung der Markenidentität? Hat die Beobachtung der zunehmenden Komplexität einzelner Systeme Sie dazu bewogen, das Prinzip ‚One Face to the Customer‘ zu etablieren?

Kai Scott: Oft entstehen Brüche, wenn verschiedene Unternehmen beratend tätig sind und deren Konzepte nicht schlüssig ineinandergreifen. Diese Schnittstellenprobleme umgehen wir durch unseren einheitlichen Beratungsansatz. Das gelingt uns bisher sehr gut und ist aus unserer Sicht auch ein logischer, fast schon einfacher Weg.

Es mag simpel klingen, aber wir haben den Vorteil, dass wir bereits 2016 mit dem Konzept ‚My Integrated Office‘ gestartet sind. Schon damals haben wir zwei Welten zusammengeführt. Wir wollten Informationen – egal ob analog auf Papier oder digital – zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort und in der richtigen Qualität verfügbar machen.

Diesen Ansatz, Lösungen nicht über das Produkt, sondern über das konkrete Problem des Kunden zu definieren, praktizieren wir nun seit zehn Jahren. Das macht uns den jetzigen Schritt zur ganzheitlichen Beratung wesentlich leichter. Müssten wir heute bei null anfangen, wäre es eine enorme Herausforderung, allein schon, um das Mindset in den Köpfen der Mitarbeiter zu drehen. Wir sind da sehr gut unterwegs.

Torsten Bechler: Es liegt gewissermaßen in der DNA von Sharp. Wir blicken auf eine über 100-jährige Geschichte zurück, in der die Kompassnadel immer wieder neu ausgerichtet wurde, sei es durch den Wettbewerb oder veränderte Kundenansprüche. Historisch gesehen war Sharp ein klassischer Hardware-Hersteller mit Fabriken für mechanische Kopierer. Doch das ist heute nicht mehr der entscheidende Kern. In Japan sieht man diesen Wandel deutlich: Fabriken, in denen früher mechanisch produziert wurde, fungieren heute als Cloud-Rechenzentren. Wer weitere 100 Jahre existieren will, muss sich konsequent an den Erwartungen der Zukunft ausrichten.

Wir erleben gerade wieder eine Phase des extremen Wandels, getrieben durch Themen wie Künstliche Intelligenz. Während KI in MFPs und Drucker eher ein kleineres Puzzleteil ist, spielt die eigentliche Musik in anderen Bereichen. Ich finde den japanischen Weg der Evolution dabei genial: Man stellt den Hebel nicht radikal um und riskiert, Menschen zu verlieren. Es ist ein Prozess, der vielleicht länger dauert, aber alle mitnimmt – im Gegensatz zum oft rabiateren amerikanischen Ansatz. Mit ‚My Integrated Office‘ lag der Fokus noch stark auf dem 360°-Produktansatz; jetzt rückt der Dienstleistungsgedanke massiv in den Vordergrund.

Alfried Große: Wie hoch schätzen Sie den Anteil von Hardware und Dienstleistung ein?

Kai Scott: In der neuen ‚DX-Welt‘ sehe ich das Verhältnis bereits bei etwa 40 zu 60 zugunsten des Dienstleistungsgeschäfts. Kurzfristig wird sich dieser Wandel im Gesamtumsatz noch nicht vollständig widerspiegeln, da wir insgesamt von wachsenden Umsätzen ausgehen. Mittel- bis langfristig erwarten wir jedoch, dass Dienstleistungen einen Anteil von rund 30 bis 40 % erreichen werden.

Alfried Große: Müssen sich die Hersteller zwangsläufig umstellen von einem Gerätehersteller zum reinen Service-Anbieter, da die Hardware technisch kaum noch weiterentwickelt werden kann und immer länger hält?

Kai Scott: Das erinnert mich an eine Situation mit einem japanischen Kollegen, der auf die Aussage ‚Sag niemals nie‘ fast schon emotional reagierte und gesagt hat, sag nie „Never ever to me“. Ob dieser radikale Wandel so kommen wird, ist schwer zu beantworten.

Torsten Bechler: Sharp hat in Japan Fabriken für LCD-Panels und ICs betrieben – heute sind das Cloud-Rechenzentren. Auch wenn man die Frage nicht mit einem klaren Ja oder Nein beantworten kann, ist der Weg dorthin bereits geebnet.

Kai Scott: Hätte man mich vor zehn Jahren gefragt, ob Sharp den Fokus so stark vom Produkt weg hin zur Dienstleistung verschieben würde, hätte ich gesagt: ‚Nie im Leben!‘ Damals zählte nur, dass die Bänder laufen und Stückzahlen produziert werden. Heute hat sich dieses Denken extrem gewandelt. Zwischen der europäischen und der japanischen Unternehmenskultur ist hier ein regelrechter Quantensprung passiert.

Torsten Bechler: Man kann das mit IBM vor 30 Jahren vergleichen: Hätte man sie damals gefragt, ob sie sich ein Geschäft ohne Computerbau vorstellen könnten, wäre die Antwort wohl anders ausgefallen als heute. Das zeigt, welche Dynamik auf solchen Wegen entstehen kann.

Alfried Große: Die entscheidende Frage ist: Besitzen auch die Partner die nötige Flexibilität, diesen komplexen Weg mitzugehen? Der Verkauf wird immer anspruchsvoller. Für den Händler ist es oft schwierig, das Potenzial von Cloud-Services zu erkennen. Dabei bietet die Cloud eine Möglichkeit zu einer nachhaltigen Monetarisierung. Ein Cloud-Kunde bleibt langfristig treu, während ein Hardware-Austausch auf Basis von Klickpreisen sehr schnelllebig ist.

Kai Scott: Da haben Sie recht. Früher wurden Hardware einfach rein- und rausgeschoben. Aber in der neuen Welt brauchen wir andere Ansätze, wofür wir bereits Paradebeispiele haben. Natürlich ist die aktuelle Situation für viele Händler herausfordernd.

Torsten Bechler: Wenn man sich die Landschaft ansieht, ist der Wandel bereits in vollem Gange. In fünf bis sechs Jahren werden wir dort eine ganz andere Generation erleben. Der Staffelstab wird gerade überall übergeben. Der Fachhandel hat historisch schon oft bewiesen, wie wandlungsfähig er ist: von der Schreibmaschine zum analogen Kopierer und weiter zur digitalen Welt. Auch wenn die Branche manchmal unruhig wirkt, die jetzigen Inhaber haben eine enorme Anpassungsfähigkeit.“

Es ist letztlich eine Generationsfrage. Manche der jetzigen Inhaber werden diesen radikalen Umbruch nicht mehr vollziehen, aber sie geben das Zepter ab, sei es innerhalb der Familie oder durch Verkauf. Rein biologisch betrachtet wird sich die Geschäftsführung bei einem Großteil der Händler in den nächsten fünf Jahren verjüngen. Wo früher ein alter Patriarch die Firma führte, haben nun die Söhne übernommen, was die Zusammenarbeit bei neuen Themen massiv erleichtert.

Alfried Große: Es stellt sich jedoch die Frage: Wer setzt sich am Ende durch? Die MFP-Händler, die nun IT-Services anbieten müssen, oder die IT-Systemhäuser, die im Cloud-Geschäft fitter sind, und zunehmend den Druckbereich mit abdecken?

Kai Scott: Wir kommen vom Drucken in Richtung IT, die Systemhäuser kommen von der IT in Richtung Drucken. Für IT-Häuser war Drucken oft nur ein notwendiges Übel. Sie haben das klassische Klick-Konzept bis heute oft nicht verinnerlicht. Ich bezweifle, dass sie die Motivation haben, jetzt noch massiv in eine aus ihrer Sicht ‚alte‘ Technologie zu investieren.

Am Ende werden die Schnellen und Adaptionsfähigen gewinnen. Es wird kein einseitiges Übernahmeszenario geben. Unser ältester Partner in Frankfurt ist das beste Beispiel: Hätte der Sohn vor einigen Jahren nicht übernommen und die Firma komplett umgekrempelt, hätte sie aus meiner Sicht vermutlich keine 10 Jahre überlebt. Heute ist er erfolgreicher denn je. Erfolg ist hier extrem personen- und interessenabhängig.

Torsten Bechler: Die große Stärke der Fachhändler ist ihre enorme Vertriebspower auf der Straße. Während IT-Systemhäuser sich oft über die Technik definieren und viel remote arbeiten, ist der Fachhandel vor Ort beim Kunden präsent. Diese tiefe Vertriebsorientierung, kombiniert mit jahrzehntelangen Kundenbeziehungen, ist ein unschätzbarer Vorteil, völlig unabhängig von der technologischen Basis.

Kai Scott: Ich bin nun seit 25 Jahren bei Sharp, und bei neuen Projekten oder Rollouts begegnen mir immer wieder dieselben Namen. Es ist erstaunlich, wie beständig unsere Händlerlandschaft ist; manche Partner begleiten ihre Kunden bereits in der dritten oder vierten Vertragsperiode. Das führt natürlich zu einer extrem tiefen Kundenbindung. Diese gewachsene Beziehung ist ein riesiger Vorteil, da die Händler bei ihren Kunden sofort Gehör finden, wenn sie neue Themen ansprechen.

Torsten Bechler Sharp

Torsten Bechler: Was mir allerdings oft fehlt, ist die nötige Geschwindigkeit. Das klassische Geschäftsmodell mit fünfjährigen Produktzyklen bei Kopierern hat eine gewisse Trägheit befördert. Die Händler sind es gewohnt, dass nach fünf Jahren die nächste Generation kommt. Doch in der IT-Welt sind diese Zyklen viel kürzer. Wer versucht, sich dort fünf Jahre lang auf dem aktuellen Stand auszuruhen, verliert sofort den Anschluss. Das ist die große Herausforderung: Das Tempo der ‚neuen Welt‘ ist ein völlig anderes.“

Der Handel muss verstehen, dass kontinuierliche Investitionen in Ausbildung, Personal und neue Technologien heute überlebenswichtig sind. Früher war das Personal oft sehr statisch: Wenn der Vertrieb einmal trainiert war und Erfolg hatte, änderte man nichts mehr.

Auch im Servicebereich sehen wir das: Techniker können eine Gerätegeneration oft über fünf Jahre betreuen, und im ‚Second Life‘ sogar noch einmal so lange. Man konnte also zehn Jahre lang von Routine leben, ohne sich großartig umstellen zu müssen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Wir brauchen mehr Offenheit, Neugier und eine deutlich höhere Geschwindigkeit.

Aber genau hier setzt unser Ansatz an: Durch gezielte Fragen und die klare Botschaft von ‚Inspire Expo‘ möchten wir Impulse setzen. Mein Ziel und meine Hoffnung ist es, dass es uns gelungen ist, die Zahnrädchen ein wenig schneller drehen zu lassen und ein neues Tempo zu etablieren.

Alfried Große: Gibt es denn Programme, um den Händler auf diesem Weg zu unterstützen. Wir haben gestern gesehen, wie komplex das Thema vom Anfang bis zum Ende geworden ist. Selbst wenn die Bereitschaft da ist, muss man sich erst einmal tief in die Materie einarbeiten. Inwiefern unterstützen Sie Ihre Händler dabei, diese Komplexität zu bewältigen?“

Kai Scott: Noch nicht, aber entsprechende Vorbereitungen sind im Gange.

Alfried Große: Sind Schulungen geplant?

Kai Scott: Mein Ansatz für das Geschäft in Deutschland war schon immer: Wenn wir eine neue Idee oder ein neues Produkt einführen, nutzen wir unseren Direktvertrieb quasi wie ein internes Labor. Wir probieren Dinge aus, schauen, ob sie funktionieren, machen Fehler und korrigieren diese.

Wenn wir intern scheitern, hat das nur interne Auswirkungen. Die eigentliche Herausforderung ist es, mit neuen Konzepten an den Handel heranzutreten. Wenn man den Partnern eine Richtung vorgibt, die am Ende nicht funktioniert, beschädigt man das Vertrauen nachhaltig. Deshalb bereiten wir neue Ansätze erst intern so weit vor, dass sie absolut greifbar und verlässlich sind, bevor wir sie in den Markt geben. Spätestens im nächsten Jahr wird daraus ein verantwortungsvolles Programm für unsere Partner.

Alfried Große: Wechseln wir einmal die Perspektive und schauen auf den Kunden. ‚Alles aus einer Hand‘ oder ‚One Face to the Customer‘ sind Schlagworte geworden, mit denen viele Anbieter operieren. Woran merkt der Kunde, dass es sich bei Ihnen nicht nur um Marketing-Rhetorik handelt, sondern um ein seriöses Konzept?

Kai Scott: Unser großer Pluspunkt ist die extrem langfristige Zusammenarbeit mit unseren Kunden sowohl im Direktvertrieb als auch mit dem Fachhandel. Wir begleiten unsere Kunden seit Jahrzehnten und haben ihnen schon immer mehr als nur MFPs und Drucker verkauft. Unsere Kunden sind es gewohnt, dass wir mit innovativen Themen auf sie zukommen. Man nimmt uns diese Kompetenz einfach ab, darin sehe ich keine Hürde.

Torsten Bechler: Zudem können wir unser Versprechen belegen. Während andere wie etwa Microsoft unter ‚Alles aus einer Hand‘ primär Software und Rechenzentren verstehen, gehen wir einen Schritt weiter: Wir betreiben nach wie vor eigene Fabriken und produzieren unsere Hardware selbst, ob MFPs oder Displays. Das ist bei uns alles eigene Entwicklung, eigene Technologie, eigene Produktion und eigener Vertrieb. Neu hinzugekommen ist die Integration unserer drei Systemhäuser über die DX Services. Damit bieten wir nun auch IT-Dienstleistungen mit eigenen Rechenzentren an. Das ist unsere Identität: Eine lückenlose Wertschöpfungskette.

Wenn man unsere Wettbewerber betrachtet, fällt auf, dass kaum jemand diese gesamte Kette abbildet. Ein Systemhaus produziert keine eigene Hardware, die man für den Betrieb aber nach wie vor zwingend benötigt. Viele IT-Häuser behaupten zwar, Hardware sei heute nebensächlich – aber die Wahrheit ist, dass ohne die passende Hardware auch die beste Software nicht funktioniert. Wir bieten beides als eine Einheit an.

Kai Scott: Was ich an Sharp besonders schätze, ist, dass wir kein Unternehmen sind, das mit lautem Getöse auftritt. Viele Entwicklungen werden im Hintergrund akribisch vorbereitet, ohne sie sofort an die große Glocke zu hängen. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist unser Standort in Warschau, der bereits vor sechs oder sieben Jahren ins Leben gerufen wurde.

Dort hat man damals mit einem kleinen Team von fünf Mitarbeitern angefangen, Helpdesk- und Managed-Services-Konzepte für Kunden umzusetzen. Seit einem Jahr ist dieser Standort nun in der Lage, Support in nahezu allen europäischen Sprachen anzubieten. Aus den anfänglichen fünf Kollegen ist mittlerweile ein Team von rund 30 Spezialisten gewachsen.

Wir bieten dort einen echten 24/7-Support an. Das ist eine Größenordnung, bei der selbst namhafte Systemhäuser oft vor großen Herausforderungen stehen. Wir können diesen Service bereits heute vollumfänglich leisten, auch wenn wir es bisher nicht offensiv vermarktet haben. Man kann also sagen: Die Hausaufgaben sind gemacht.

Ein entscheidender Vorteil ist die Erfahrung. Wie Torsten Bechler bereits erwähnte, liegen die ersten Akquisitionen von Systemhäusern bereits neun Jahre zurück – in England wurde beispielsweise schon 2016 damit begonnen. Man hat in dieser Zeit viel gelernt und sicherlich auch Lehrgeld bezahlt. Für die nachfolgenden europäischen Länder ist der Weg nun deutlich einfacher, da die Expertise bereits tief im Konzern verankert ist.

Torsten Bechler: Auch technologisch spielen wir ganz vorne mit, was unter anderem die sechs Microsoft-Zertifikate belegen, die wir erlangt haben. Es gibt nur sehr wenige Unternehmen, die diese Zertifizierungen in dieser Gänze vorweisen können, egal ob große oder mittelständische IT-Häuser. Das zeigt, dass wir den nötigen langen Atem und die Ausdauer für diese Transformation haben.

Als global agierender Konzern verfügen wir über die notwendige finanzielle Stabilität, um solche strategischen Schritte konsequent zu gehen. Das ist ein wesentliches Merkmal, das uns auszeichnet. Wir kombinieren die eigene Fertigung wichtiger Hardware mit modernsten Dienstleistungen. Die Verbindung zu Partnern wie Microsoft findet bei uns auf einem völlig anderen Niveau statt als bei einem rein regional tätigen Systemhaus.

Alfried Große: Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wo sehen Sie auf Kundenseite den größten Effizienzgewinn durch Ihr neues Konzept?“

Kai Scott: Der entscheidende Vorteil liegt letztendlich in den kurzen Wegen. Auch wenn heutzutage viele Anbieter mit dem Versprechen ‚One Voice to the Customer‘ werben, muss sich die wahre Effizienz in der Praxis beweisen: Der Kunde muss im Problemfall genau wissen, wen er anrufen kann und dass ihm dort sofort geholfen wird. Das ist für mich ein zentraler Punkt. Bei einem Einkaufsverhalten, bei dem man für jedes Thema einen separaten Lieferanten hat, verlieren Unternehmen im Ernstfall den Überblick und wissen gar nicht mehr, wer zuständig ist. Bei uns hat der Kunde einen festen Kontaktpunkt. Von dort aus wird das Anliegen intern an die richtige Fachabteilung geroutet und gelöst. Das ist ein massiver strategischer Vorteil.

Alfried Große: Ein kritischer Faktor sind dabei die Ausfallzeiten. Lange Stillstände kann sich heute kein Unternehmen mehr leisten. Aber wenn es zu Ausfällen kommt, schieben sich die verschiedenen Parteien gegenseitig die Verantwortung zu – der eine beschuldigt die Software, der andere die Hardware.

Kai Scott: Genau dieses Szenario – ‚Das liegt nicht an uns, das muss der Hardware-Lieferant oder die Schnittstelle sein‘ – fällt bei unserem Ansatz komplett weg. Wir beide gehören einer Generation an, die die Einführung der Faxgeräte noch miterlebt hat. Damals im Vertrieb war das ein lukratives Geschäft, aber die Installation war oft eine Katastrophe, sobald die Telekom ins Spiel kam.

Es war ein endloses Ping-Pong-Spiel: ‚Dein Gerät ist schuld!‘ – ‚Nein, die Leitung ist das Problem!‘ Unsere Techniker haben zum Teil wochenlang mit der Telekom telefoniert, bis diese endlich die Leitung durchgemessen hat – nur um festzustellen, dass beispielsweise zwei Adern vertauscht waren. Es waren Kleinigkeiten, aber die Verantwortung wurde ständig hin- und hergeschoben. Wenn man wie wir als Komplettanbieter auftritt, gibt es diese Ausflüchte nicht mehr. Man kann das Problem nicht mehr auf andere verlagern. Es liegt in der eigenen Verantwortung. Das ist ein Versprechen, das wir halten.

Torsten Bechler: Ein weiterer wichtiger Punkt ist unsere Zielgruppe: Unsere klare Stärke liegt im SMB-Bereich (KMU). Obwohl wir einige sehr große Organisationen zu unseren Kunden zählen dürfen, liegt unser Fokus auf dem Mittelstand. Ein mittelständischer Kunde, der mit einem lokalen Dienstleister zusammenarbeitet, ist oft mit dessen begrenzten Kapazitäten konfrontiert. Bei uns erhält der KMU-Kunde jedoch die gleiche hohe Qualität und Professionalität, die sonst nur großen Enterprise-Organisationen vorbehalten ist. Das ist der entscheidende Vorteil unserer Aufstellung.

Mit unserem European Technology Support Centre (ETSC) bieten wir eine ganz andere Servicequalität. Unsere Microsoft-Zertifikate sind dabei mehr als nur Papier. Sie sind ein deutsches Qualitätssiegel. Wir bringen echte Profis an den Tisch, mit denen ein SMB-Kunde normalerweise kaum in Kontakt kommt. Der entscheidende Vorteil ist, dass wir diese Enterprise-Qualität zu einem mittelstandsorientierten Preis anbieten. Bei den ganz großen IT-Häusern kostet der erste Handschlag metaphorisch schon 150 Euro. Wir hingegen sind es gewohnt, auf Augenhöhe mit KMU-Kunden zu arbeiten. Das ist unsere Kernkompetenz.

Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man Projekte für einen Konzern umsetzt oder für einen Familienbetrieb, in dem die Inhaber noch selbst alle Entscheidungen treffen. Wir beherrschen diese persönliche Ebene und ergänzen sie nun um höchste technische Qualität. Das ist in dieser Form im Markt einzigartig.

Alfried Große: Was müssen Unternehmen heute tun, damit das Schlagwort ‚moderner Arbeitsplatz‘ nicht zu einer permanenten Dauerbaustelle wird?

Kai Scott: Der entscheidende Schritt ist, uns die Tür zu öffnen, es einfach zu tun und nicht nur darüber nachzudenken oder zu reden. Es erfordert Mut zur Investition. Aber wie überall im Leben gilt: Wenn man nicht anfängt, sich zu orientieren und zu verändern, bleibt man stehen. Es muss nicht von Anfang an perfekt sein, aber man muss den ersten Schritt der Transformation gehen.

Alfried Große: Viele Unternehmen sind im Bereich der MFPs und der Vernetzung bereits solide aufgestellt. Doch Sie erweitern das Portfolio nun massiv um den AV-Bereich. Nehmen wir die modernen Touchpanels, die ich gestern gesehen habe: Ein Wisch genügt, und man ist in einem Teams-Call. Die Frage ist, ob die Unternehmen schon bereit für diese Form der intuitiven Zusammenarbeit sind.

Kai Scott: Man kann über die Corona-Zeit sagen, was man will, aber für die Digitalisierung war sie ein extremer Katalysator. Das Thema Homeoffice und Conferencing hat in den Personalabteilungen und Vorstandsetagen zu einem gewaltigen Bewusstseinssprung geführt. Heute ist klar: Meetings lassen sich oft viel effizienter gestalten, indem man zwei große Screens einschaltet, anstatt sich in den Zug, das Auto oder das Flugzeug zu setzen.

Je nach Thema ist die digitale Zusammenarbeit heute überhaupt kein Problem mehr. Ich schätze das in meiner täglichen Arbeit sehr. Früher hat man für einen vermeintlich wichtigen Termin, der inhaltlich eigentlich kurz war, einen immensen Reiseaufwand betrieben. Heute schlage ich den Kunden, mit denen man ohnehin schon lange vertrauensvoll zusammenarbeitet, ganz pragmatisch vor: ‚Lass uns kurz die Monitore einschalten, uns in die Augen schauen und das Thema direkt besprechen.

Die Kunden reagieren darauf völlig entspannt und sagen: ‚Klar, für diese 20 Minuten müssen wir keinen Aufwand betreiben.‘ Corona war hier der entscheidende Auslöser. Viele Kunden haben damals in einer echten Notsituation schnell und improvisiert Technik beschafft, um überhaupt arbeitsfähig zu bleiben – ich erinnere mich noch gut daran, wie es plötzlich hieß: ‚Du musst jetzt nach Hause gehen und zusehen, wie du dich dort organisierst.‘

Diese damals unter Zeitdruck gekaufte Technik ist nun in die Jahre gekommen. Jetzt steht der Wechsel auf die nächste Generation an. Die Unternehmen bringen ihre Erfahrungen aus den letzten Jahren ein, und die Technologie hat sich massiv verbessert. Ich glaube, wir kommen jetzt in eine Phase, in der die moderne Zusammenarbeit erst so richtig anfängt, Spaß zu machen.

Alfried Große: In der Corona-Zeit waren viele gezwungen, schnell Systeme anzuschaffen, um die interne Kommunikation aufrechtzuerhalten. Aber man muss ehrlich zugeben: Oft wurde nur hastig etwas ‚dazugekauft‘ und es knarzt an allen Ecken und Enden.

Kai Scott: Damit bestätigen Sie aus der Praxis genau das, was wir theoretisch oft vermuten.

Alfried Große: Hier sehe ich für uns ein riesiges Feld, um aufzuräumen und echte Lösungen zu schaffen.

Kai Scott: Ich glaube, wir sind derzeit noch gar nicht vollumfänglich in der Lage, das gesamte Potenzial einzuschätzen, das da auf uns zukommt. Die Möglichkeiten sind wahrscheinlich weit größer, als wir uns das heute überhaupt vorstellen können.

Torsten Bechler: Das ist die eigentliche Herausforderung, die wir jetzt annehmen müssen. Der Kern des Wandels ist offensichtlich: Wir entwickeln uns weg vom reinen Produktverkäufer, der technische Daten herunterspult, hin zum ‚Trusted Partner‘. Ein Partner, der dem Kunden aktiv zuhört, ihn inspiriert und gemeinsam mit ihm erarbeitet, wie die Technologie im individuellen Kontext genutzt werden soll. Corona hat gezeigt, was passiert, wenn dieser Austausch fehlt. In der Not wurden Kameras und Mikrofone gekauft, ohne die langfristige Nutzung zu besprechen. Das Ergebnis war das oft zitierte ‚Zusammenstöpseln‘. Für uns liegt die Herausforderung nun darin, den Unterschied zwischen dem reinen Verkauf eines Produkts und der gemeinsamen Entwicklung einer Lösung deutlich zu machen. Auch für die Kunden ist das eine Umstellung, da sie jahrzehntelang gelernt haben, Produkte nach rein technischen Datenblättern zu kaufen.

Alfried Große: Das war ein schönes Schlusswort. Vielen Dank, Herr Scott, vielen Dank, Herr Bechler, für das offene und interessante Interview.

19.02.2026

 

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